Therapie

Was passiert eigentlich in einer Therapiestunde?

In der Regel läuft eine Therapiestunde bei mir folgendermaßen ab: Am Anfang dürft ihr euer Pferd erst einmal begrüßen. Dann wird gemeinsam das Pferd geputzt und gesattelt. Wir reiten immer mit Decke und einem Voltigiergurt. Das schult das Gleichgewicht, man kann sich gut festhalten und vor allem spürt man die Bewegungen des Pferdes besser als im Sattel. Ist der Reiter schon geübter, kann er auch mit Zügeln selbstständig reiten. In der Therapiestunde entscheiden wir dann gemeinsam, ob du ausreiten möchtest oder im Reitplatz bleiben willst. Wir haben ein tolles Gelände wo man kleine und größere Runden spazieren gehen kann. Bleibt man am Reitplatz, gibt es viele Möglichkeiten, die spielerisch auf das richtige „Reiten Lernen“ vorbereiten, die Grob- und Feinmotorik fördern, sowie dein Wissen über Pferde erweitern. Am Ende der Stunde wird gemeinsam das Pferd versorgt und gefüttert. Gerne könnt ihr dann auch eine Karotte oder einen Apfel (von den eigenen Apfelbäumen auf unseren Koppeln) gemeinsam mit eurem Pferd verputzen. Haben alle aufgegessen, darfst du dein Pferd wieder verabschieden.

Es gibt jedoch noch viele verschiedenen andere flexible Möglichkeiten, die Therapiestunde zu gestalten. Auch das Reiten muss kein fester Bestandteil der Therapiestunde sein. Es geht lediglich um die ganzheitliche Begegnung mit dem Pferd die auf unendlich viele unterschiedliche Arten stattfinden kann. Dabei orientiere ich mich vor allem daran, was mein Klient sich wünscht oder braucht.

Für wen ist die Reittherapie geeignet?

Theoretisch eignet sich Reittherapie für jeden, der die ganzheitliche Begegnung mit Pferd sucht. Man kann die Ruhe in sich selbst finden, einfach entspannen und die Zeit beim Pferd genießen. Das tut Kind und Erwachsenem gut, egal welches Alter, egal ob Diagnose oder nicht. Da meine beiden Pferde aber keine Riesen sind, sondern größentechnisch eigentlich noch in die Kategorie „Pony“ fallen, muss ich das leider bei der Größe und dem Gewicht des Reiters beachten. Schließlich macht Reiten ja auch nur Spaß, wenn es auch dem Pferd gut geht und dieses bestenfalls ebenso Spaß hat. Da es bei der Reittherapie aber nicht zwingend um das Reiten geht und man dem Pferd auch auf dem Boden begegnen kann, ist Spazieren gehen und die Zeit genießen immer möglich!

Wie lange dauert eine Therapiestunde?

Eine Therapiestunde dauert in der Regel 30 Minuten bzw. 60 Minuten. Dies kann trotzdem immer variieren und ich versuche es meist an die aktuelle Tagesform des Reiters anzupassen. Machen wir einen größeren Ausritt kann es sein, dass wir mal überziehen. Wird ein Kind müde muss es natürlich nicht die volle Stunde aushalten, sondern wird verkürzen die Stunde ganz flexibel.

Ist das eigentlich Reitunterricht?

Nein, die Reittherapie ist kein Reitunterricht und meine beiden Pferde sind auch keine Schulpferde. Die Reittherapie unterscheidet sich von normalem Reitunterricht in vielen verschiedenen Aspekten, wie die Ausrüstung des Pferdes, die Flexibilität der Ausführung der Therapiestunde, aber vor allem um die Ganzheitlichkeit. In der Reittherapie geht es um das ganzheitliche Erleben des Pferdes und seines Lebensraums, nicht um das Erlernen des Reitsports.

Noch weitere Fragen?

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